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Bier

Dieser Text beschreibt Bier.


Der untere Text beinhaltet die Bier Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Bier Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Bier fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Bier möglichst ausführlich zu halten.

Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Bier Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Bier beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Bier. Fragen zu dem Thema Bier können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.

Bier Artikel

Bier Beschreibung Die Neutralität dieses Artikels ist umstritten. Eine Begründung findet sich auf der Diskussionseite des Artikels. Mehr dazu siehe Library:Neutraler Standpunkt.


Bier ist in dem engeren Sinne ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das durch Gärung aus den Zutaten Wasser, Malz und Hopfen unter Zuhilfenahme von Hefe gewonnen wird.
Bier Beschreibung
Bier Beschreibung
Weißbier gebraut aus Weizen

Im weiteren Sinne versteht man unter Bier jedes alkoholhaltige Getränk, das auf Basis von verzuckerter Stärke hergestellt wurde, ohne dass dabei ein Destillationsverfahren angewandt wurde. Die Abgrenzung zu Wein besteht darin, dass für Weine Zucker aus pflanzlichen (Fruchtzucker) oder tierischen Quellen (zum Beispiel Honig) benutzt werden, während der Ausgangsstoff für Bier stets Stärke ist.

In Russische Förderation zählt Bier seit einigen Jahren offiziell zu den nichtalkoholischen Getränken. Durch diese Änderung wollte man den Wodka-Konsum zurückdrängen, der Plan scheint jedoch nicht aufzugehen.

In der Regel wird der Zucker aus der Stärke von Getreide (Gerste, Reis, Weizen, Mais) gewonnen, gelegentlich wird aber auch Stärke aus Kartoffeln und sogar Erbsen herangezogen. Dementsprechend fällt auch der japanische Sake unter die Definition Bier oder "bierartige Getränke".

Derzeit stärkstes Bier der Welt mit einem Alkoholgehalt von 17,5 % ist das erst seit 1991 in Boston (Vereinigte Staaten Amerika) gebraute Samuel Adams Triple Bock . Der hohe Alkoholgehalt wird unter anderem durch Zugabe von Ahornsirup beim Gärprozess erzielt. Das nach einer Mischung aus Bitterschokolade und süßem Sherry schmeckende Gebräu wird zur Reifung in gebrauchten Whiskey-Fässern gelagert.

Stärkstes Bier Europas ist das Samichlaus Bier (Santa Claus Bier). Es wird in der Brauerei "Schloss Eggenberg" in Österreich gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 14 % und eine Stammwürze von 32 Prozent.

Das stärkste Bier Deutschlands ist der "Donnerbock", eine Doppelbockspezialität (Eis-Bock) aus der Brauerei Schorschbräu in Gunzenhausen: es hat einen Alkoholgehalt von 13 % (Stammwürze: 25 Prozent) und löst das aus Kulmbach stammende EKU 28 der Brauerei Kulmbach ab. Letzteres galt für viele Jahre als das stärkste Bier der Welt.

Der Ursprung des Wortes Bier ist unsicher. Vermutlich stammt es vom lateinischen Wort "biber" (Trank), damit verbunden die Zusammenziehung der lateinischen Wörter "bibere cervisia" (bibere = trinken, cervisia (von Ceres) = Bier).== Geschichte == Bier wird seit etwa 6 Tausend Jahren hergestellt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Brot, das nass geworden war und zu gären begonnen hatte, den Auslöser zur bewussten Herbeiführung des Gärungsprozesses gegeben hat. Diese Entdeckung hat sich wahrscheinlich mehrfach in der Geschichte der Menschheit zugetragen. Es lässt sich also auch nicht exakt sagen, wo zuerst Bier gebraut wurde.

Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum. Die ältesten Überreste von Bier, die aus einer Zeit von 3500–2900 v. Chr. stammen, wurden vor kurzem in Godin Tepe in dem alten Mesopotamien (heute in dem West-Iran) entdeckt. Ähnlich alt (aus der Zeit von 3500–3400 v. Chr.) sind Funde aus Hieraconpolis in Oberägypten.

Schriftlich erwähnt wird Bier (kash auf sumerisch, shikaru auf akkadisch) in einer Reihe verschiedener früher Quellen: Eine vom Amerikaner Samuel Noah Kramer entdeckte Tontafel aus Nippur (etwa 2100 v. Chr.) erwähnt Bier in dem Rahmen medizinischer Verschreibungen – nebenbei bemerkt die ältesten erhaltenen medizinischen Verschreibungen: Die dort erwähnten Heilmittel sollten entweder äußerlich angewendet, oder eben mit Bier oder Wein zu dem Einnehmen verabreicht werden.

Es gibt Abbildungen biertrinkender Sumerer aus der Zeit von etwa 3000 v. Chr.. Der Codex Hammurapi enthält die älteste überlieferte Schankordnung der Welt. Dieses babylonische Gesetzeswerk in Keilschrift stammt aus der Zeit von 1700 v. Chr. Bier war zu dieser Zeit auch in Ägypten Grundnahrungsmittel aller Bevölkerungsschichten, einschließlich des Königshauses. Es wurde hek genannt. Die meisten Biere schmeckten süßlich, manche wurden mit Stoffen wie Safran oder Anis gewürzt und mit Alraune vermischt.

Bei den Römern hieß das Bier Cervisia, nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres. Allerdings forcierten die Römer immerhin in Südeuropa eher den Weinanbau. Besonders sensibel in dem Umgang mit dem gegorenen Hopfennektar zeigten sich die alten Sueben, deren erprobte Rezepturen bis heute in dem Südwesten Deutschlands den Feiertag schmücken.

Klosterbrauereien führten in dem Mittelalter zu einem geregelten Braubetrieb. In dem Mittelalter galt Bier auch als geeignetes Getränk für Kinder. Zum einen hatte es einen kleineren Alkoholgehalt als heute, zu dem anderen war Bier durch das Hopfenkochen weitgehend keimfrei, was man vom Wasser damals nicht behaupten konnte. Schließlich hatte es wegen seines hohen Kaloriengehaltes eine wichtige Ergänzung der häufig knappen Nahrung.

Während der Fastenzeit wurde ein besonders starkes Bier mit hohem Alkoholgehalt (Starkbier, Bockbier) gebraut. Später braute man Starkbiere auch zu Feiertagen.

Angesichts des hohen Bierkonsums in dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit, war Bier für den städtischen Fiskus und die seit etwa 1500 entstehenden Landessteuerbehörden von großem Interesse. Bereits in dem Spätmittelalter wurden fast überall in dem Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben. Das Brauen und der Verkauf des Bieres war an bestimmte Privilegien gebunden. Brauen durfte in den Städten ca. jene Bürger, die einen so genannten Bierhof (Hausgrundstück mit Braurecht) besaßen. Die Inhaber der Bierhöfe gehörten daher zu den wohlhabenden Oberschichten der Städte. Brauen galt als bürgerliche Nahrung und war dem Adel darum ca. zu dem Eigenbedarf gestattet. (Klöster besaßen häufig ebenfalls ein Braurecht). Mit der strengen Reglementierung wollten die Obrigkeiten einerseits den Brauberechtigten das Einkommen sichern und andererseits dafür sorgen, dass kein fremdes Bier getrunken wurde, für das man keine Steuern kassiert hatte. In dem 16. Jahrhundert wurde in vielen Teilen des Reiches das nun regelmäßig erhobene Biergeld zu einer der wichtigsten Steuerquellen der Landesfürsten.

In Deutschland wird Bier bis heute nachdem Reinheitsgebot von 1516 gebraut, das heißt ca. aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. Mittlerweile ist aber aufgrund von europäischen Richtlinien auch Herstellung und Vertrieb von Bier mit Zusätzen erlaubt, wie in anderen Ländern.

Die Tschechen haben den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Bier. Die heute am weitesten verbreitete Brauart ist das Pilsener, welches nach seinem Herkunftsort Pilsen in Tschechien benannt ist. Das meiste Bier wird in den Vereinigte Staaten Amerika und China gebraut.

In Bayern wird Bier als Nahrungsmittel betrachtet. Dort sind auch noch heute besonders viele Biersorten und die größte Vielfalt an Brauereien auf kleinstem Raum (speziell in der Oberpfalz und Franken) anzutreffen. Aus Bayern kommen auch verschiedene Traditionen rund ums Bier, zu dem Beispiel der Spruch Ozapft is auf dem Münchner Oktoberfest oder der Trinkspruch: Hopfen und Malz – Gott erhalt's (eine Anspielung auf das Reinheitsgebot).== Brauprozess == Im Wesentlichen besteht der Brauprozess für Bier aus folgenden Schritten:

  1. Grünmalzherstellung: Gersten- oder (bei Weißbier) Weizenkörner werden unter Zugabe von Wasser zu dem Keimen gebracht. Der Keimprozess sorgt dafür, dass die zur Stärkeaufspaltung notwendigen Enzyme in dem Korn gebildet beziehungsweise angereichert werden.
  2. Darren: Der KeimAblauf wird durch Erhitzen des Grünmalzes auf 85–100 Grad Celsius unterbrochen, das Malz getrocknet.
  3. Schroten: Das Malz wird mittels einer Schrotmühle definiert zerkleinert.
  4. Maischen: Mit Wasser wird das Malz in dem Maischbottich vermischt (Einmaischen). Danach wird die Temperatur der Maische in verschiedenen Stufen erhöht. Die in der Maische enthaltenen Enzyme spalten die Stärke in dem Malz in Malzzucker auf. Auch das in dem Korn vorhandene Eiweiß wird dabei in Aminosäuren zerlegt. Mit dem Jodtest wird festgestellt, ob die Stärke vollends verzuckert wurde. Der Maischprozess dauert zwei bis vier Stunden.
  5. Läutern: Die Maische wird unter Wasserzugabe in einer Art Filter, dem Läuterbottich, geklärt. Alle Feststoffe aus der Maische scheiden sich als sogenannter Treber ab, der meist als Viehfutter benutzt wird. Das klare Endprodukt aus dem Läuterprozess heißt Würze. Sie wird je nach Gewinnungszeitpunkt als "Vorderwürze" oder als Nachguss gewonnen.
  6. Würze: In der Würzepfanne oder auch Sudpfanne wird die Würze gekocht, dabei wird Hopfen (meist in Form von Extrakt) zugegeben und mitgekocht. Durch das Kochen wird die Würze auf die für jede Sorte spezifische Stammwürze aufkonzentriert. Am Ende der Würzekochung erfolgt die Bestimmung der Stammwürze mittels einer Spindel (Saccharometer). Vor der Erfindung der Sudpfanne erfolgte das Erhitzen durch Einlegen heißer Steine in die Würze (Steinbier ).
  7. Ausschlagen: Anschließend werden die in der Würze vorhandenen nicht gelösten Hopfenbestandteile und ausgefallenes Eiweiß ausgefiltert. Dies geschieht in dem sogenannten Whirlpool, im die Flüssigkeit in dem Kreis gerührt wird. Durch den dabei auftretenden "Teetasseneffekt" setzt sich in der Mitte ein Kegel mit den Trübstoffen ab.
  8. Abkühlen: In einem Wärmetauscher wird sodann die klare Würze auf etwa 5 bis 10 Grad Celsius heruntergekühlt
  9. Gären: Nun erfolgt der eigentliche Gärprozess: In großen Gärtanks wird der Zucker in der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen zu Alkohol vergoren. Etwa 60–70 Prozent des Malzzuckers werden auf diese Weise umgesetzt. Das dabei entstehende Kohlendioxid wird in der Regel abgesaugt, um dem Bier am Ende des Brauprozesses (beziehungsweise beim Zapfen) wieder zugesetzt zu werden. Heute gibt man hier die Bierhefe dazu, je nach Hefesorte ergibt es untergäriges oder obergäriges Bier, früher hat man die Gärung dem Schicksal überlassen (die Hefesporen kamen aus der Luft), dadurch gelang ca. selten eine Charge gut – diese wurde dann besonders geschätzt und gefeiert –; häufig misslang sie auch völlig und musste weggegossen werden. Erfolgreiche Brauer wurden beneidet und gelegentlich voll Misstrauen beäugt, sie konnten entweder als Hexer oder als gottbegnadete Heilige gelten. So mancher Brauer endete auch auf dem Scheiterhaufen. Manche Bäcker hatten durch Bierbrauen ein zweites Einkommen. Durch die in der Backstube reichlich vorhandenen Hefesporen gelang ihnen das Brauen häufig und gut. Die belgischen Flaschenbiere werden teilweise noch heute ohne Hefezugabe gebraut.
  10. Lagerung: Das Bier wird anschließend in Lagertanks umgepumpt. Hier wird nachgegärt: Der noch vorhandene Zucker wird in Alkohol umgesetzt. Die Lagertanks stehen in der Regel unter Druck, so dass das entstehende Kohlendioxid nicht mehr entweicht, sondern als Kohlensäure in dem Bier bleibt. Die Nachgärung kann – je nach Biersorte – drei Wochen bis drei Monate dauern. Durch die Lagerung erhält das Bier seine Reife und endgültigen Geschmack.
  11. Filtrieren: Bei der Mehrzahl der Biere wird das Bier nach der Lagerung erneut gefiltert. Bei naturtrüben Bieren entfällt dieser Schritt.
  12. Abfüllen: Anschließend wird das Bier in Flaschen oder Fässer abgefüllt.
  13. Flaschengärung: Bei einigen Biersorten (zum Beispiel Weißbier) kommt es in der Flasche noch mal zu einem letzten Gärprozess. Da die Lagerung beendet wird, bevor aller Zucker vergoren ist, verbleibt auch ein Rest Hefe in dem Bier.
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Cocktails. Die 1000 besten Drinks mit und ohne Alkohol Super tolles Cocktailbuch Ich brauch über das Buch gar nicht viel schreiben weil es in allen Bereichen einfach super ist. Bestes Cocktailbuch.

Einteilung der Biere

Biere werden nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert. Die wesentlichen Kategorien sind Biergattung, Bierart und Biersorte.

Buch-Tipp: Die Suchtfibel Betroffene und Angehörige sollten es gelesen haben! Ein fundiertes Werk, unkompliziert, gut verständlich geschrieben. Der Autor leitet selbst eine Klinik. Besonders fair ist, daß dieses Buch nicht mehr der Preisbindung unterliegt und darum mit Preisnachlass verkauft werden kann.

Gesetzgeberische Eingliederung nach Alkoholgehalt

Aus steuer- und lebensmittelrechtlichen Erwägungen heraus gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.

Stammwürzegehalt ist ein Wert in Gramm, nämlich Extraktstoffe vor der Vergärung. Ein Bier mit dem Stammwürzegehalt 12 Prozent (ab und zu auch 12° geschrieben) enthält pro Liter 120 Gramm gelöste Feststoffe.

Buch-Tipp: Die feine Art des Saufens. Ein Handbuch für den modernen Trinker (carbon copy books) Witzig und unterhaltsam - der Teufel Alkohol mal anders. . . Frank Kelly Rich gelingt es wunderbar, mit seinem Buch ein äußerst amüsantes Bild des Alkohol trinkenden und genießenden Menschen zu zeigen. Klar, der eine oder andere Witz geht natürlich auch mal daneben, aber insgesamt findet sicher jeder die eine oder andere Anektote, die man...

Deutschland: Biergattungen

Biergattungen sind die in Deutschland benutzte gültige steuerrechtliche Untergliederung, die ca. am Stammwürzegehalt festgemacht wird.

  • Einfachbiere mit einer Stammwürze unter 7%
  • Schankbiere mit einer Stammwürze ab 7 Prozent bis unter 11%
  • Vollbiere mit einer Stammwürze ab 11 Prozent bis unter 16%
  • Starkbiere ab einer Stammwürze von mindestens 16%
  • Mischbiere Biere mit Zusätzen von Cola, Zitronen- und Orangensprudeln (Radler und Alster) sowie exotischen Beigaben wie Tequila oder Energiegetränken
Buch-Tipp: Endlich ohne Alkohol. Der einfache Weg mit Allen Carrs Erfolgsmethode. Meine Erfahrung mit diesem Buch! Hallo Zusammen, ich habe dieses Buch vor knapp 3 Monaten gelesen. Ich habe vorher zuviel Alkohol getrunken, jede Woche, nicht jeden Tag aber ich fand häufig kein Ende. Seit dem ich es gelesen habe, TRINKE ICH KEINEN ALKOHOL MEHR und ich kann ca. sagen, dass ich es ohne dieses Buch niemals hätte schaffen können. Dieses...

Schweiz: Biersorten

Die Schweiz benutzt die in der Schweizerischen Lebensmittelverordnung folgendermaßen definierten Biersorten zur Gliederung:

  • Lagerbiere hell und dunkel: Stammwürze 10–12 %, Alkohol 3,3–4,2 Gewichts-%, beziehungsweise 4,2–5,3 Volumen-%
  • Spezialbiere hell und dunkel: Stammwürze 11,5–14 %, Alkohol 3,8–4,5 Gewichts-%, beziehungsweise 4,8–5,7 Volumen-%
  • Starkbiere hell und dunkel: Stammwürze mindestens 14 %, Alkohol mindestens 4,3 Gewichts-%, beziehungsweise 5,4 Volumen-%
  • Leichtbiere: Stammwürze – keine Vorschrift, Alkohol maximal 2,3 Gewichts-%, beziehungsweise 3,0 Volumen-%
  • Diätbiere – kohlehydratarme Biere: Stammwürze 8–9 %, Alkohol maximal 3,6 Gewichts-%, beziehungsweise 4,5 Volumen-%; Diätbiere sind kohlehydratreduziert, nicht aber alkoholreduziert!
  • alkoholfreie Biere: Stammwürze – keine Vorschrift, Alkohol maximal 0,4 Gewichts- Prozent beziehungsweise 0,5 Volumen-%; ein 'alkoholfreies' Bier kann also noch Restalkohol enthalten.
Buch-Tipp: Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit. hat großen Wiedererkennungswert Ich habe mich auf fast jeder Seite wiedergefunden und sehr häufig geheult. Es war hart der Wahrheit so in das Auge zu blicken und es hat mich fertig gemacht. Aber ich empfehle es vorbehaltlos weiter, denn es hat mir auch die Augen geöffnet. Dieses Buch ist richtig gut. Man sollte es seinem Partner zu dem lesen geben,...

Tschechien: Biersorten

In Tschechien wird Bier nicht nachdem deutschen Reinheitsgebot gebraut, ca. das für den Export bestimmte Bier entspricht dem Reinheitsgebot. Darum wird das in Tschechien angebotene Bier häufig als schmackhafter angesehen. Als bekanntestes Bier gilt das Pils - benannt nach der Stadt Pilsen in Südböhmen. Tschechien ist der größte Bierproduzent der Welt.

  • alkoholarmes oder -freies Bier mit bis zu 2,6° Stammwürze
  • Leichtbier mit 5–8° Stammwürze
  • 'normales' Bier mit 10–11° Stammwürze
  • Lagerbier (Lezak) mit 12° Stammwürze
  • Porter mit 13–18° Stammwürze

Bier mit 10° ist beliebt, auch da man wegen des vergleichsweise kleinen Alkoholgehalts von etwa 3,8–4 Prozent relativ viel davon trinken kann. 'Lezak' ist den Touristen oder besonderen Feierlichkeiten vorbehalten. Eine Sonderstellung bilden Biere wie das 'Flekovský ležák' aus dem Prager Biergarten 'U Fleků' mit 13° Stammwürze oder 'cerveny Drak' mit 18° – sie sind in keine der herkömmlichen Klassen einzustufen.

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Bierarten

Bierarten sind eine Gliederung, die auf die Art der benutzten Hefe abzielt. Dabei unterscheidet man:

  • Obergärige Biere, bei denen die Hefe nachdem BrauAblauf oben auf dem Bier verbleibt. Dies sind relativ einfache, unkomplizierte Biere. Die Gärung verläuft sehr schnell, das Bier hält sich nicht lange und muss rasch verbraucht werden. Dies ist die ursprüngliche Herstellungsform.

Klassische Beispiele sind Altbier, Kölsch und Weizenbier, sowie die meisten englischen Biersorten.

  • Untergärige Biere, bei denen die Hefe nachdem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks absinkt. Dies sind gewissermaßen die "ausgebauten" Biere, die eine gewisse Reifezeit benötigen, aber auch länger haltbar sind als die obergärigen. Diese Herstellung benötigt Kühlung, ist also ganzjährig erst seit der Erfindung der Kältemaschine möglich.

Die klassischen Sorten hier sind Pils, Helles und Export.

  • Spontangärige Biere, bei denen keine Hefe zugesetzt wird, sondern frei in der Luft fliegende Hefesporen in den offenen Gärbottich gelangen und die Gärung anregen. Dies ist die älteste Art die Maische zur Gärung zu bringen und stammt noch aus der Zeit, in der der Hefepilz den Menschen noch unbekannt war. Heute wird die spontane Vergärung ca. noch in der Brüsseler Gegend bei den Lambik/Lambic-Bieren eingesetzt.
  • Ungespundete Biere, genannt Biere, bei denen das sogenannte Spundloch, dies ist eine Öffnung an der Oberseite des Lagerfasses, offen gelassen wird. Da die Lagerfässer früher ausschließlich aus Holz waren und sich bei der Lagerung mit der Zeit stets mehr Kohlensäure bildete, wäre das Fass, hätte man es mit einem Holzzapfen verschlossen, irgendwann geborsten. Darum war man gezwungen, den sogenannten Spund frühzeitig zu entfernen, wodurch kein Überdruck an Kohlensäure in dem Fass entstand, weshalb dann auch der Kohlensäuregehalt des Bieres kleiner war.
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Alkoholfreie Biere

Ein sogenanntes alkoholfreies Bier hat einen Alkoholgehalt von unter 0,5 Prozent , enthält aber in jedem Fall eine kleine Menge Alkohol. Dieser liegt je nach Herstellerverfahren zwischen 0,02 Prozent und 0,5 Prozent Alkohol.

Ein Herstellverfahren ist das Abbrechen des Gärprozesses, bevor sich ein bezeichnenswerter Anteil Alkohol bilden kann, wie man es auch beim Malzbier macht. Dieses Verfahren führt jedoch zu signifikanten geschmacklichen Beeinträchtigungen.

Das modernere Verfahren ist das Dialyseverfahren, wobei einem normalen Bier durch Osmose über eine Membran der Alkohol entzogen wird. Durch diesen Aufwand erhöht sich auch der Verkaufspreis kleinfügig, die geschmacklichen Beeinträchtigungen sind jedoch klein.

Zur Zeit hat alkoholfreies Bier einen Marktanteil von etwa 3%.

Buch-Tipp: Fünf Liter Zuika: Fünf Liter Zuika. Teil 4. Der neue Käse.: Tl 4 Paul Schuster: Fünf Liter Zuika In diesem ersten Teil seiner Triologie über das Leben in Siebenbürgen beschreibt Paul Schuster die Zeit nachdem 1. Weltkrieg, in dessen Folge Siebenbürgen Rumänien zugeschlagen wurde. Anschaulich und liebevoll erzählt er vom Leben, den Denk- und Verhaltensweisen der dörflichen Gemeinschaft in Siebenbürgen,...

Biersorten

Innerhalb der Bierarten unterscheidet man nach der Art des Brauens, der benutzten Getreide, des Hopfenanteils und anderer Kriterien folgende Biersorten:

  • Eine Besonderheit stellt das Rauchbier dar, das sowohl unter- als auch obergärig gebraut werden kann.
  • Spontangärige Biere
    • Lambik /Lambic
      • Lambik Geuze /Lambic Gueuze
        • Kriek
        • Frambozen /Framboise
        • Cassis
        • Faro
Buch-Tipp: Fünf Liter Zuika: Tl 1 Paul Schuster: Fünf Liter Zuika In diesem ersten Teil seiner Triologie über das Leben in Siebenbürgen beschreibt Paul Schuster die Zeit nachdem 1. Weltkrieg, in dessen Folge Siebenbürgen Rumänien zugeschlagen wurde. Anschaulich und liebevoll erzählt er vom Leben, den Denk- und Verhaltensweisen der dörflichen Gemeinschaft in Siebenbürgen,...

Biermischgetränke

Als leicht alkoholisches Getränk, das auch in größeren Mengen getrunken werden kann, sind Biermischgetränke beliebt. Dabei wird das Bier etwa in dem Verhältnis 1:1 mit einem Erfrischungsgetränk wie Limonade oder Cola verdünnt. Ursprünglich ca. frisch in Biergärten und Kneipen zusammengemischt, werden Biermischgetränke seit etwa 2002 auch zunehmend bereits fertig gemischt von einigen großen Bierherstellern angeboten. Die bekanntesten Mischgetränke sind das Radler (aus Export und Limonade, in der Schweiz und in dem Saarland auch Panaché – aus dem französisch: mischen), das Alsterwasser (aus Pils und Limonade) und das Krefelder oder Alt-Schuss (aus Altbier und Cola). Colaweizen ist eine Mischung aus Weizenbier und Cola. Als Russenmaß wird eine Mischung von Weizenbier und Orangenlimonade genannt. Zusätzlich existieren Mischgetränke aus Weizenbier und Fruchtsäften, wie das Bananenweizen oder das Kirschweizen, die jedoch ca. in dem Verhältnis von etwa 1:5 gemischt werden.

Mit Sekt entstehen der Bismarck und der Helle Moritz.
Mit (hessischem) Apfelwein gemischt entsteht Bembelschlabber.
Mit Cider - in englischen Gaststätten als "Snake's Bite" (Schlangenbiss) genannt.

Siehe auch: Honigbier, alkoholfreies Bier, Dünnbier , Malzbier (kein Bier in dem engeren Sinne)

Buch-Tipp: Gumpelmann. Eine psychiatrische Groteske Gumpelmann trifft den Nerv der Zeit Es gibt eine Reihe belletristischer Werke, die sich kritisch mit der Psychiatrie auseinandersetzen und längst als Weltliteratur gelten: António Lobo Antunes, „Einblick in die Hölle". Anton Cechov: „Krankenzimmer Nr. 6". Janet Frame: „Ein Engel an meiner Tafel". Friedrich Glauser: „Matto...

Wirtschaft

Bier Beschreibung
Bier Beschreibung
Bierfässchen (sog. "Partyfässchen")

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in dem dritten Quartal 2003 in Deutschland 29,6 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt, das entspricht der gleichen Menge wie in dem Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Biermischungen (zum Beispiel Radler) waren 2003 mit 1,0 Millionen Hektolitern oder 3,3 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt, das ist eine Abnahme von 6,1 Prozentpunkten gegenüber dem dritten Quartal 2002.

Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Millionen Hektoliter (hl) Bier abgesetzt, das waren 0,3 Millionen hl oder 0,6 Prozentpunkte mehr als in dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Biermischungen – also Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – waren in dem ersten Halbjahr 2004 mit 1,3 Millionen hl oder 2,5 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt, das ist ein Minus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Halbjahr 2003.

87 % des gesamten Bierabsatzes in dem ersten Halbjahr 2004 waren für den deutschen Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge ging um 1,4 Prozentpunkte auf 45,0 Mio. hl zurück. Der steuerfreie Absatz betrug 6,7 Millionen hl Bier (+ 16,4%): 5,1 Millionen hl (+ 22,6%) davon gingen in die EU-Länder, 1,5 Mio. hl (+ 0,4%) in Drittländer und 103.627 hl (- 3,4%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Buch-Tipp: Ich höre auf, ehrlich! Ein praktischer Ratgeber für Betroffene und Angehörige Sehr hílfreiches Buch!!! Endlich einmal ein Buch, das die Fragen, die man sich stellt, auch beantwortet. Es gibt etliche Bücher über das Problem "Alkohol". Man kann jede Menge über den Verlauf der Alkoholkrankheit lesen, die Entstehung, in welcher Phase man sich gerade befindet,etc. Rolf Merkle geht darauf nicht ein, da er der (richtigen)...

Biermaße

Bier Beschreibung
Bier Beschreibung
Historischer Bierkasten

Je nach Gegend haben sich verschiedene Glasgrößen aus den alten Maßeinheiten erhalten:

  • Halber: 0,4 bis 0,5 Liter in dem Bierseidel; Hamburg, Schleswig-Holstein
  • Henkel: 0,4 bis 0,5 Liter in dem Bierseidel; Berlin
  • Kugel: 0,3 bis 0,4 Liter in der Bierkugel; Berlin
  • Kanne: 1,85 Liter (studentische Maßeinheit)
  • Maß: 1,069 Liter – Bayern, Österreich
  • Krügerl: 0,5 Liter – Ostösterreich
  • Großes: 0,5 Liter – Westösterreich und Deutschschweiz
  • Halbe: 0,5 Liter – Bayern und Württemberg, Oberösterreich (in Bayern auch "Preussenmaß")
  • Seidla: 0,5 Liter – Franken
  • Seid(e)l: 0,3 Liter – Ostösterreich
  • Kleines: 0,3 Liter – Westösterreich und Deutschschweiz
  • Stange, Tulpe, Becher oder Chübeli: 0,3 Liter – Deutschschweiz (der Gebrauch hängt von der Gegend und von der Form des Glases ab, früher 0.35 oder 0.33 l, heute stets öffter auch 0.25 Liter)
  • Chübel: 0,4 oder 0,5 Liter – Deutschschweiz
  • Kölner Stange: 0,2 Liter – Köln und Umgebung, Deutschland
  • Stößchen: 0,1 Liter – Köln und Umgebung, Deutschland
  • Pfiff: 0,2 Liter – Ostösterreich
  • Herrgöttli: 0,2 Liter – Deutschschweiz
  • Pint: 0,568 Liter – Großbritannien, Irland (und in Vereinigte Staaten Amerika, 0,454 Liter)
  • Half Pint: 0,284 Liter – Großbritannien, Irland (und in Vereinigte Staaten Amerika, 0,227 Liter)
  • un demi: 0.25 Liter in Frankreich; 0.5 Liter in Nordfrankreich und Belgien
  • un boc: 0.125 Liter in Frankreich
  • una jarra: 0,4 Liter in dem Bierseidel; Spanien
  • um choppe: 0,66 Liter; Brasilien
  • Stiefel: 2,0 Liter; Österreich
  • Doppelliter: 2,0 Liter; Oberösterreich
  • Schnitt: Schnell eingeschenktes 0,3-Liter-Glas, eigentlich ca. zu dem probieren gedacht... ergibt meistens etwa 1-2 Schluck
  • Schnidd: ein mehr als halbvolles Seidla - Franken
  • Schimmel: 0,5 - 1 Liter zur Verkostung in der Brauerei, wird meistens warm getrunken da in dem Lagerkeller meistens kalte Temperaturen herrschen
  • "Humpen": 0.33l - Luxemburg. Standard Bierglasform
  • "Mini": 0.25l - Luxemburg. idem ca. kleiner
  • "Flute" : 0.33l - Luxemburg. Schmale Förme nach oben auseinanderlaufend. Aus dem Französischen: Flute - Flöte
  • "Klänsch": 0.33 - Luxemburg. Bierglas mit Henkel. Man unterscheidet zwischen "riets", "lenks", "mëttel" (rechts, links, mittel) je nach dem wo, relativ zu dem Henkel, das Emblem der Brauerei ist.
Buch-Tipp: Jetzt ist es genug! Leben ohne Alkohol Behutsam, nicht Euphemistisch und dennoch sehr konkret! Vor gerade mal 3 Tagen bekam ich dieses Buch von einer Freundin geschenkt, denn diese machte sich massiv Sorgen um meine physische wie psychische Konstitution. Schließlich bin ich, leider Gottes, langjähriger "Alkohol-Fan", und das als Tutor an einer gymnasialen Oberstufe, welcher eine Klasse...

Flaschengrößen

  • In der Schweiz waren bis in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts Pfandflaschen von 0,58 Litern üblich. Heute dominieren die europaweit genormten Pfandflaschen von 0,5 und 0,33 Litern. Regional (Wallis, Tessin, Frauenfeld, Düsseldorf, Saarland) sind auch Literflaschen in dem Umlauf.
  • In Österreich sind hauptsächlich Pfandflaschen von 0,5 Litern in Verwendung. Einige Sorten werden allerdings in Einwegflaschen von 0,25-0,33 Litern angeboten. In Aluminiumdosen (Einwegverpackung) sind 0,5 und 0,33 Liter üblich.
  • In Belgien sind Flaschengrößen zwischen 0,25 und 0,5 Liter üblich, es gibt aber auch Flaschen bis zu 3 Liter Größe.
  • In Frankreich sind Flaschen mit einer Größe von 0,25 und 0,75 Liter üblich.
  • In Brasilien und Italien sind auch Flaschengrößen von 0,66 Liter gebräuchlich.
  • In Spanien und Portugal sind 0,25 und 1 Liter Flaschen und Dosen zu 0,33 oder 0,5 Liter üblich.
  • In Argentinien gibt es verschiedene Größen. Die Standardgröße in dem Supermarkt oder am Kiosk ist 1 Liter (oder ein kleinbisschen weniger), die Standardgröße in der Kneipe ist etwa 0,66 oder 0,75 Liter, seltener auch 0,33 Liter.
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Gesundheit

Das Resümee einiger internationaler wissenschaftlicher Studien zu dem Thema Bier, dass maßvoller Biergenuss gesundheitsfördernd sei, wird aufgrund der großen Verbreitung des Getränkes Bier in der Bevölkerung ständig vorangetrieben. Diese Ergebnisse sind allerdings umstritten. Regelmäßiger Alkoholkonsum steigert das Risiko, an Krebs zu erkranken und kann Alkoholismus auslösen.

Als oberste Grenze eines noch maßvollen Alkoholgenusses galt lange Zeit der Wert von 80g pro Tag. In den letzten Jahren legte man das Körpergewicht zugrunde und sah einen Verzehr von 1g Alkohol pro kg Körpergewicht pro Tag als oberste Grenze für einen gesunden und erwachsenen Menschen an. Allerdings schwanken diese Werte beträchtlich, sie sind zu dem Beispiel abhängig von Geschlecht und Gewicht, aber auch von der persönlichen Konstitution. Neuerdings wird ein täglicher Verzehr von 30 ml entsprechend 25 g Alkohol als sichere obere Grenze angesehen. Diese Alkoholmenge ist in etwa 0,7 Liter Vollbier beziehungsweise in einem Liter Leichtbier enthalten.

Außerdem enthält Bier in Spuren Einfachzucker (Monosaccharide ), die zur Entstehung von Übergewicht beitragen können. Ungefähr 93 Prozent der leicht verdaulichen Kohlenhydrate sind Dextrine > 10 G, Oligosaccharide und Pentosen; der Rest Maltose und Maltotriose.

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Gewichtszunahme

Zwischenzeitlich wurde in Studien belegt, daß das Körpergewicht durch mäßigen Biergenuss theoretisch vermindert werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht mehr als gewöhnlich ißt. Darüber hinaus wurden auch günstige Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Blutgerinnung und die Blutdruckregulation festgestellt. So nehmen zu dem Beispiel die arteriosklerosefördernden Cholesterinanteile (LDL) in dem Blut ab, während die schützend wirkenden Cholesterinanteile (HDL) zunehmen.

In der Praxis führt der regelmäßige Konsum von Bier dennoch häufig zur Gewichtszunahme, dem Bierbauch , einfach weil Bier in dem Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken das Hungergefühl besonders intensiv verstärkt. Nicht umsonst wird in vielen Ländern Bier traditionell zusammen mit stärkehaltigen, kalorienreichen Snacks (in Deutschland mit Chips, in Japan mit Eda-Bohnen) konsumiert. Außerdem enthält Bier "Einfachzucker" (Monosaccharide) aus Getreide und Malz, die zu Übergewicht beitragen können. Überlegt wird auch, ob die in den weiblichen Hopfenblütenständen enthaltenen Phytoöstrogene den Bauch speziell beim Mann runder machen könnten (siehe Gynäkomastie).

Nicht ca. in dem Deutschen wird ein dicker Bauch auch sprachlich in Beziehung zu dem Bier gesetzt: Auf Japanisch heißt ein dicker Bauch Biiruppara (ビール腹), also "Bier-Bauch", und auf Französisch ventre Kro, "Kronenbourg-Bauch", in Anspielung an den Kosenamen der größten französischen Bierbrauerei. In der österreichischen Mundart existiert der Begriff "Gössermuskel", nach der steirischen Gösser-Brauerei.

Wirkung

Der in dem Bier enthaltene Alkohol führt zu einer Erhöhung des Blutalkoholgehalt. 0,2 Promille verschlechtern bereits das Reaktionsvermögen, das Blickfeld wird beschränkt.

B-Vitamine und Mineralstoffe

Alkohol verbraucht beim Abbau in dem Körper viele Vitamine und Mineralstoffe, daher ist es stark umstritten, ob Bier zur Vitaminzufuhr und zu dem Ausgleich des Mineralstoffhaushalts beitragen kann.

"Alkoholfreies" Weißbier, das trockene Alkoholiker allerdings trotzdem vermeiden sollten, da es stets noch kleine Restmengen Alkohol enthält, ist als isotonisches Getränk zahlreichen Spezial-Mischungen für Sportler mindestens ebenbürtig, weshalb der Konsum von alkoholfreiem Weißbier auch Sportlern empfohlen werden kann. Das ist durch mehrere Studien belegt.

Über die Rohstoffe Malz, Hopfen, Hefe und Wasser gelangen die B-Vitamine in das Bier. So enthält das Gösser Spezial Bier 1,068 mg Pyridoxin (Vitamin B6) pro Liter. Das entspricht zumindest rund 60 Prozent des menschlichen Tagesbedarfs an diesem Vitamin. Für den reichen Vitamingehalt des Bieres sorgen Hefe und Malz. In großen Mengen kommen neben Vitamin B6 vor allem Vitamin B2 (Riboflavin), Pantothensäure sowie Niacin vor. Mit einem Liter Bier nimmt der Körper 1490 mg Pantothensäure (Provitamin B6 ) auf. Diese Menge deckt etwa 25 Prozent des Tagesbedarfes ab. Pantothensäure fördert den Energiestoffwechsel der Hautzellen und deren optimale Ernährung. Auch bei akutem Sonnenbrand beruhigt und heilt sie die Haut. Darum findet man Pantothensäure unter anderem auch in Wund- und Heilsalben.

Auch Niacin ist für die Haut unentbehrlich. Es unterstützt die Collagenbildung, reguliert die Einwirkung schädlicher UV-Strahlen und beeinflusst zudem die Pigmentbildung. Mit bis zu 14 mg/l je nach Biersorte wird ein Großteil des Tagesbedarfs abgedeckt. Vitamin B2 nimmt entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Menschen und fördert den Heilungsprozess der Haut. Dasselbe gilt für Haare und Nägel. 20 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin B2 wird durch einen Liter Bier gedeckt.

In einer Arbeit der TU München wurde festgestellt, dass sich die Ansammlung von Mineralien und Spurenelementen in dem Bier günstig auf Nerven und Muskelkraft, auf den Elektrolythaushalt, auf die Aktivierung von Enzymen und die Hormonsteuerung auswirkt. Ferner helfen Eisen und Kupfer bei der Blutbildung. Phosphor fördert den Stoffwechsel und Magnesium stärkt den Herzmuskel. Zink wird zur Insulinbildung benötigt, Fluor schützt die Zähne vor Karies und Mangan macht das Vitamin B für den menschlichen Organismus erst verwertbar.

Siehe auch: Bier und Ernährung, Liste von Brauereien, Bierbong, Bierdruckapparat, Reinheitsgebot

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Bier Beschreibung

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